Rettung Glubschi

Glubschi wurde als Milchkuh in einem Bio-Milchbetrieb benutzt. Ihren Namen erhielt sie, weil sie aufgrund eines Unfalls ein Auge verloren hat. Beim Fahren des Futtermischwagens verfing sich ihr Kopf und Auge am Wagen. Weil der Landwirt es nicht bemerkte, fuhr er weiter, wodurch sie ihr Auge leider verlor. Von diesen Zeitpunkt an nannte man sie Glubschi.

Glubschi musste neun Kälbchen gebären, um zehn Jahre lang Milch produzieren zu können. Sie konnte keines ihrer Kälbchen groß ziehen, denn die Milch, die von der Natur aus für ihre Kälbchen bestimmt ist, sollte nicht von ihnen, sondern von uns Menschen getrunken und konsumiert werden. 

Auch sie musste, wie Hanna und all die anderen Milchkühe, den Kreislauf immer und immer wieder durchleben. Bis ihr Körper nach zehn Jahren nicht mehr konnte. Ihre Milchleistung war nicht mehr ausreichend und so wurde auch sie aussortiert. Normalerweise wäre sie an einen Viehhändler verkauft worden, um tagelang in einem Transporter zu einem Schlachthof gebracht zu werden und dort unter grausamen Bedingungen getötet zu werden. Aufgrund des Unglücks entschied sich der Landwirt jedoch sie nicht einem Viehhändler, sondern uns zu überlassen. 

Doch ihr Weg in die Freiheit gestaltete sich schwieriger als erwartet. Glubschi hatte aufgrund ihrer eingeschränkten Sicht und der jahrelangen Ausbeutung Angst und kaum Vertrauen in den Menschen. Dazu kam noch die Ungewissheit wohin sie diese Reise führt. Daher hat es lange gedauert sie für den Transport in ihr neues Leben auf den Hänger zu führen. Doch auch sie hat es letztendlich geschafft und kann nun endlich das Leben führen, das sie verdient. Ein Leben in Freiheit.

 

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